Die Industrie- und Handelskammer Koblenz setzt ein Zeichen für die Förderung von Bildung und Innovation in der Region. Als Mitglied des Fördervereins WISSENschaf(f)t SPASS verstärkt die Kammer die Reihen zahlreicher Unternehmen und Verbände, die sich auf diesem Weg für die MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) im Rheinland einsetzen.

Mit ihrem Beitritt befindet sich die IHK Koblenz in guter Gesellschaft: Seit seiner Gründung im Jahr 2015 haben sich neben zahlreichen Unternehmern, Wissenschaftlern und Privatpersonen bereits zahlreiche Organisationen und Verbände wie die IHK Bonn/Rhein-Sieg, die Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg, der Arbeitgeberverband der Chemischen Industrie im Rheinland, die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall und der VDI Köln dem Förderverein angeschlossen, der sich unter anderem für die Zukunft des Deutschen Museums Bonn als bedeutender außerschulischer Lernort und zentrales Forum für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz engagiert.

Ein besonders großes Anliegen ist es WISSENschaf(f)t SPASS seit jeher, die Vorurteile, die Jugendliche vor der Berufswahl gegenüber technischen Ausbildungsberufen haben, auszuräumen. Denn nach wie vor haben viele junge Menschen in Deutschland von technisch und handwerklich geprägten Berufen ein schlechtes Bild. MINT-Arbeitsplätze seien körperlich anstrengend, schmutzig, langweilig, laut und böten wenig soziale Kontakte, lauten die hartnäckigen Vorurteile, mit denen sich viele Unternehmen aus Industrie und Handwerk bei der Nachwuchssuche konfrontiert sehen.

Der daraus resultierende Fachkräftemangel betrifft zahlreiche Unternehmen im gesamten Rheinland. Denn wie viele Regionen in Deutschland lebt es von der Erzeugung technischer Produkte: Chemikalien, Kunststoff-Verarbeitung, Maschinenbau, Kraftfahrzeuge und wissensbasierte Dienstleistungen gehören in Nordrhein-Westfalen ebenso wie in Rheinland-Pfalz zu den bedeutendsten Branchen mit den meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. In diesen Branchen ist der zunehmende Fachkräftemangel schon heute ebenso deutlich zu spüren wie im Handwerk.

„Diese Entwicklung kann kein Arbeitgeber und keine Branche alleine umkehren. Um das Interesse junger Menschen an MINT-Berufen und die Akzeptanz technisch und technologisch geprägter Branchen nachhaltig zu erhöhen, ist ein Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Gesellschaft unabdingbar“, sagt Antonio Casellas, Vorstandsvorsitzender von WISSENschaf(f)t SPASS. „Die Unterstützung durch einen breit vernetzten Verband wie die IHK setzt dabei ein starkes Zeichen und wir hoffen, dass sich noch viele weitere anschließen.“