Corporate Social Responsibility (CSR) als Motor für Veränderung

Die Integration von CSR in die Geschäftsprozessoptimierung bietet Unternehmen zusätzliche Perspektiven, neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen. Am Beispiel eines Praxisprojektes zeigt gmc²-Consultant Carmelo Barba, wie CSR die klassische Prozessoptimierung bei der Stahlteam GmbH auf den Kopf stellt und diese um die gesellschaftlichen und ökologischen Aspekte ergänzt.

Der Kunde

Die Stahlteam GmbH ist ein Unternehmen aus Troisdorf-Spich. Seit 1991 steht der inhabergeführte Betrieb seinen Kunden mit einem umfassenden Leistungsspektrum rund um den Maschinenbau und die Metallbearbeitung zur Verfügung.

Die Aufgabenstellung

Bei vielen KMU und insbesondere inhabergeführten Unternehmen ist gesellschaftliche Verantwortung im Sinne von CSR bereits im Kerngeschäft integriert – nur sind sich die Unternehmen dieser Tatsache oftmals nicht bewusst. Dabei eröffnet die systematische Berücksichtigung von CSR in der Prozessoptimierung zusätzliche Perspektiven: Hier liegt eine unmittelbare Chance, die Wertschöpfungspotenziale von morgen zu erschließen. Das Ziel des Projektes ist es, durch die Integration von CSR in die Geschäftsprozessoptimierung Handlungsempfehlungen auszusprechen. Neben ökonomischen Zielen verfolgen diese Empfehlungen im Sinne des Ansatzes von CSR gleichermaßen auch ökologische und gesellschaftliche Ziele.

Der Kundennutzen

Der Kundennutzen für die Stahlteam GmbH beinhaltet nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische und gesellschaftliche Aspekte:

  • Erhöhte Effizienz und Effektivität
  • Optimale Ressourcenverteilung
  • Prozesstransparenz durch strukturierte Darstellung der Prozesse
  • Identifizierung von Schwachstellen in laufenden Prozessen
  • Aufdecken von Potenzialen zur Qualitätssteigerung
  • Kostentransparenz und Aufdecken von Kostensenkungspotential
  • Identifikation von Potenzialen zu Steigerung von Energie- und Materialeffizienz
  • Gesteigerte Arbeitgeberattraktivität bei Nachwuchskräften
  • Stärkung des positiven Images
  • Verminderung der Umweltbelastung
  • Steigerung der Möglichkeiten zur Gewinnung neuer Kunden- und Geschäftsbeziehungen
  • Aufdecken von Stresspotenzial und erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit
  • Festigung bestehender Kundenbeziehungen
  • Gesteigerte Mitarbeitermotivation

Die Lösung

Mit ihrer langjährigen Expertise bringt die gmc² Transparenz in die Prozesse der Stahlteam GmbH. Die Vorgehensweise orientiert sich an einem fünfstufigen Phasenmodell. Dieses Modell dient als Leitfaden für die Geschäftsprozessoptimierung. Dabei zeichnet sich das angewandte Phasenmodell insbesondere durch ein hohes Maß an Flexibilität aus. So ist es für KMU geeignet, da die anzuwendenden betriebswirtschaft­li­chen Instrumente und Methoden in keiner Phase starr vorgegeben werden. Stattdessen sind sie frei wähl­bar und kombinierbar. Somit ist die Anwendung individuell anpassbar und bestens geeignet für die spe­ziellen Bedürfnisse eines jeden Unternehmens.

Prozessidentifikation und -auswahl:

Das Unternehmen wird auf die Prozesse in seiner Gesamtheit untersucht (Methoden: Beob­ach­tung, Befragung)

  • Lückenlose Aufzählung der Hauptpro­zesse
  • Definition von Prozessgrenzen
  • Bestimmung der strategischen Relevanz der Prozesse für das Unternehmen
  • Politische und kulturelle Bedeutung des Prozesses
  • Identifikation interner und externer Aufträge

Prozessstrukturanalyse:

Zerlegt den ausgewählten Prozess in seine einzel­nen Bestandteile (Methoden: Beobachtung, Befra­gung, Mitarbeiterworkshops)

  • Was – Identifizierung der Haupt- und Teilpro­zes­se
  • Wie – Beschreibung der Haupt- und Teilprozesse
  • Wann – Strukturierung der Geschäftsprozesse
  • Wer – Festlegung von Verantwortlichkeiten
  • Wohin – Festlegung der Prozessziele

© gmc2

Prozessdatenermittlung:

Datenerhebung zur Aufdeckung möglicher Kostensenkungs- und Kosteneinspar­po­ten­ziale (Me­thoden: Zeitaufnahmen, Schätzun­gen, Befragungen und Selbsteinschätzungen durch den Mitar­bei­ter, Dokumentenanalyse)

  • Durchlaufzeiten
  • Nutzungsgrad
  • Statische Prozesszeit
  • Dynamische Prozesszeit
  • First Pass Yield
  • Prozesskostenrechnung

Workshop Grafik

Prozessbeurteilung:

Validierung der Ergebnisse

  • Benchmarking
  • ABC-Analyse
  • Abweichungsanalyse

Handlungsempfehlungen:

Ergeben sich unter Berücksichtigung des Gleich­klangs der drei CSR-Dimensionen schließlich aus der Prozessbeurteilung

  • Prozesse eliminieren
  • Prozesse zusammenlegen
  • Prozesse parallelisieren
  • Prozesse auslagern
  • Prozesse ergänzen

Die Kombination aus Expertenwissen der gmc², dem hohen unternehmens­eigenen Anwendungswissen der Firma Stahlteam und ihren internen Betriebs­abläufen bildet die Grundlage, um langfristig Wettbe­werbs­vor­teile und Mehrwerte zu generieren. Die entstandenen Lösungsansätze und konkreten Hand­lungs­empfeh­lungen werden in Folgeprojekten gemein­sam umge­setzt.

 

Das sagt der Kunde

„Die Stahlteam GmbH ist mit hohem Anspruch und Motivation an dieses gemeinsame Projekt heran­gegangen.

Durch die Integration von CSR in unsere Ent­scheidungsfindung erkenne ich, dass uns die be­grenzte personelle Ressource dazu zwingt, ein gro­ßes Maß an Kostenbewusstsein mit nach­hal­tigem Handeln zu generieren. Das betrifft neben dem Personal bzw. dem Menschen sicherlich auch die begrenzte materielle Ressource innerhalb unseres Betriebes. Die Verzah­nung von angewandtem Unternehmens-Know-how und dem Wissen der gmc² war uns sehr wichtig! So entstanden Lösungs­ansätze und konkret umsetzbare Hand­lungs­empfeh­lungen, die für uns eine wichtige Grundlage in eine ökologisch, gesellschaftlich und unternehmerisch gute Zukunft bildet.

Im Ergebnis wurde die gesamte Logistik der Stahl­team GmbH neu bewertet. Es wurden sämtliche Pro­zesse hinterfragt. Letztlich konnten wir nicht nur Kosten sparen, sondern auch ökolo­gischen und sozialen Mehrwert erzielen.“

Stefan Kauczor

 

Kontakt

gmc² gerhards multhaupt consulting GmbH
Stephan Multhaupt
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