Bonner Spendenparlament fördert elf soziale Projekte von Vereinen mit mehr als 30.000 Euro

„Spenden machen nicht nur den Beschenkten glücklich, sondern auch den Spender selbst“. Ein Beleg für diese wissenschaftlich untermauerte Erkenntnis sind nach den Worten der 1. Vorsitzenden des Bonner Spendenparlament e.V., Sibylle Becker, die glücklichen Gesichter der Vertreter von elf gemeinnützigen Vereinen, die sich auf der 20. Parlamentssitzung der Initiative über die finanzielle Unterstützung ihrer sozialen Projekte mit insgesamt 31.401,31 Euro freuen konnten. „Glücksgefühle können diese Zuwendungen aber genauso bei des Mitgliedern des Bonner Spendenparlaments auslösen, die mit ihren regelmäßigen Spenden dazu beitragen, dass durch die geförderten Hilfsprojekte für viele benachteiligte Mitbürger in unserer Stadt das Leben ein wenig lebenswerter wird“, sagte Sibylle Becker bei der Begrüßung von über 130 Parlamentsmitgliedern und Gästen im Haus der Springmaus.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens wurde das ehrenamtliche Engagement des Spendenparlaments mit großzügigen zusätzlichen Spenden bedacht. „Die bevorstehende Weihnachtszeit könnte wieder ein willkommener Anlass sein, auf Geschenke zu verzichten und statt dessen dem Bonner Spendenparlament Spenden zukommen zu lassen, die in vollem Umfang Hilfsbedürftigen zugute kommen“, sagte die Vorsitzende. Der Theaterleiter vom Haus der Springmaus, Andreas Etienne, zollte in seinem Grußwort den engagierten Vereinen „Respekt und Hochachtung“. Das Ehrenamt sei der „Kitt der Gesellschaft“.

Zu den auf der Parlamentssitzung verabschiedeten Projekten gehört beispielsweise das niederschwellige Vortragsangebot „Hilfe durch Aufklärung“ für Pflegebedürftige und deren Angehörige. Mit dem Projekt „JUMP – Weil Jugendliche Perspektiven brauchen“ werden Jugendliche und junge Erwachsene ohne Schulabschüsse und mit schwierigen persönlichen Hintergründen durch enge Betreuung auf dem Weg zu einer Ausbildung begleitet. Menschen mit verschiedenen Behinderungen oder Einschränkungen sollen mit „Musik und Teilhabe“ aus der Isolation geführt werden. Die jungen Musiker kommen mit ihren Konzerten zu den Betroffenen in die Klinik oder die Tagespflege. Einige Förderprojekte belegen, dass die Integration von Geflüchteten alltagsnah möglich ist, zum Beispiel mit gemeinsamem Kochen und Essen sowie nachmittäglicher Hausaufgabenbetreuung für Schüler verschiedener Nationen oder der Organisation von Exkursionen in die Natur für zugewanderte und alteingesessene Bürger.

Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat das Bonner Spendenparlament 17 soziale Projekte mit rund 60.000 Euro gefördert. Die Zahl der Parlamentsmitglieder ist auf über 500 gestiegen. Insgesamt wurden seit der Gründung im Jahre 2008 190 Hilfsprojekte mit rund 550.000 Euro unterstützt.