Hallo Frau Hagedorn, würden Sie sich bitte kurz vorstellen…

Hallo, mein Name ist Maike Hagedorn, ich bin 31 Jahre alt und gebürtige Kölnerin. Ich habe Diplom-Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln studiert und anschließend eine Ausbildung zur Redakteurin gemacht. Ich arbeite als Referentin für Nachhaltigkeit und Kommunikation bei der Knauber Unternehmensgruppe.

 

Wie sind Sie mit dem Thema CSR in Berührung gekommen?

Das erste Mal kam ich während meiner Diplomarbeit mit dem Thema in Kontakt. Im Rahmen meiner Spezialisierung Supply Chain Management beschäftigte ich mich mit Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil. Den Schwerpunkt hatte ich mir selber ausgesucht – und habe es nicht bereut, da es sich als sehr ergiebig und interessant erwiesen hat. Danach hatte ich erst wieder Berührungspunkte zu dem Thema, als ich meine Stelle bei Knauber antrat.

 

Wie wurde in Ihrem Unternehmen festgelegt, welche Schwerpunkte gesetzt werden bzw. welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen?

Die Grundzüge der Nachhaltigkeitsstrategie werden von der Geschäftsführung – von Frau Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel in Absprache mit den anderen Mitgliedern der Geschäftsleitung – festgelegt. Kleinere Projekte können auch schon mal aus den einzelnen Bereichen der Unternehmensgruppe heraus entstehen. Sei es, weil einzelne Mitarbeiter sich gesellschaftlich engagieren oder Ideen für Projekte einbringen oder weil Kunden auf uns zukommen und um unsere Unterstützung bitten.

 

Lohnt sich CSR für Ihr Unternehmen?

Das Wort „Lohnen“ suggeriert immer gleich einen monetären Gegenwert. Dabei ist gerade das Thema Nachhaltigkeit nur schwer finanziell messbar. Sieht man vom generellen Nutzen ab, einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten, erweist sich gesellschaftliche Verantwortung aber auch auf andere Weise für ein Unternehmen als „lohnend“. Relativ offensichtlich ist der Nutzen beim Thema Energieeffizienz. Die Knauber Unternehmensgruppe ist seit jeher bemüht, möglichst ressourcenschonend zu wirtschaften und sucht beständig nach Einsparpotentialen, um ihren Energieverbrauch zu senken. Engagement in diesem Bereich – beispielsweise durch Investitionen in energetische Umbaumaßnahmen – führen auf direktem Weg zu Einsparungen.


Warum engagieren Sie sich als CSR-Botschafter?

Als Sabina Stüber vom CSR-Kompetenzzentrum Rheinland mich fragte, ob ich Botschafterin werden will, war ich erst einmal überrascht. Der Titel des Ehrenamtes hörte sich erst einmal sehr ehrfurchteinflößend an. Allerdings gefiel mir von Anfang an die Idee, ein Netzwerk aus Unternehmensvertretern aufzubauen, das dazu beiträgt, Unternehmen für Nachhaltigkeitsthemen zu sensibilisieren und Unterstützer für gesellschaftliches Engagement in der Region zu gewinnen. Deshalb habe ich letztlich zugesagt.


Was benötigt unsere Region in Sachen CSR?

CSR ist für mich das ständige Bemühen, soziale, ökologische und ökonomische Bedingungen im eigenen Umfeld zu verbessern. Wenn jedes Unternehmen und jede Institution in der Region für sich versucht, Verbesserungsprozesse anzustoßen, dann haben wir aus meiner Sicht schon viel erreicht.