Ergebnisse der Studierendenbefragung 2017

Das CSR-Kompetenzzentrum führte im Sommersemester 2017 eine campusweite Umfrage unter ihren Studierenden durch. Sowohl online als auch offline wurden insgesamt 350 Studierende, darunter 253 Wirtschaftswissenschaftler und 97 Technik- bzw. Naturwissenschaftler, zu beruflichen Zielen und ihren Wünschen an Arbeitsplatz, Arbeitgeber und Gehalt befragt. In der Ergebnisanalyse können einige bemerkenswerte Unterschiede zwischen den beiden Studienrichtungen festgemacht werden.

Dabei waren 63 % der Wirtschaftswissenschaftler weiblich, bei den Technik-/Naturwissenschaftlern (im Folgenden nur Naturwissenschaftler genannt) betrug der Anteil der weiblichen Befragten 48 %. Das Durchschnittsalter aller Teilnehmer betrug 23 Jahre. Alle genannten Personengruppen beziehen, sofern nicht ausdrücklich unterschieden, sowohl männliche, als auch weibliche Personen ein. Der Leserfreundlichkeit halber wird im folgenden Text eine Verallgemeinerung benutzt. Im Bereich der folgenden drei Fragenteile konnten jeweils drei Aussagen aus einer Auswahl an solchen ausgewählt werden.

(GRAFIK 1: Top 3 der beruflichen Ziele, nach Studienrichtung)

 

Eine Auffälligkeit gab es bereits zu Beginn der Auswertung. Bei den auszuwählenden Vorschlägen zu den beruflichen Zielen der Befragten stand bei allen Studierenden die Work-Life-Balance mit Selbstverwirklichung an erster Stelle, mit 80% bzw. 90%. Hiernach folgt der Wunsch nach einem sicheren und beständigen Job auf Platz zwei (62% bzw. 72%). Den dritten Platz bei den Naturwissenschaftlern hat mit 49 % der gewünschte intellektuell herausfordernde Job inne, während dies mit 33 % das hohe Gehalt bei den Wirtschaftswissenschaftlern ist.

(GRAFIK 2: Top 3 der Wünsche an den Arbeitsplatz, nach Studienrichtung)

Ähnlich klafft die Vorstellung auch bei den auszuwählenden Vorschlägen zu den Wünschen an den potenziellen Arbeitsplatz auseinander. Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind mit 75 % führend bei den Wirtschaftswissenschaftlern, bei den Naturwissenschaftlern liegt dieser Wunsch mit 67 % auf Platz zwei. Bei Letzteren ist der Wunsch nach einem flexiblen Arbeitszeitmodell mit 71% auf Platz eins der möglichen Wünsche. Mit 52% bzw. 57 % wünschen sich jedoch beiden Studierendengruppen auf Platz drei ein festes Gehalt.

(GRAFIK 3: Top 3 der Wünsche an den Arbeitgeber, nach Studienrichtung)

Nachhaltig und CSR-orientiert gestaltet sich das Ergebnis für die Frage nach den auszuwählenden Wünschen an den Arbeitgeber. Bei beiden Studienrichtungen ist der faire Umgang mit den Mitarbeitern auf Platz eins (84%, bzw. 82%), gefolgt von der Einhaltung sozialer und ökologischer Aspekte auf Platz zwei (46%, bzw. 56 %) und der Fortschrittlichkeit in der (Weiter-)Entwicklung auf Platz drei (45%, bzw. 43 %).

Dass der faire Umgang mit Mitarbeitern ein Aspekt ist, welcher sowohl in der Studierendenschaft als auch auf dem Markt auf einen Konsens trifft, macht die durchgeführte Befragung von Prof. Dr. Braehmer im Studiengang Technikjournalismus deutlich. Hier setzten die befragten Unternehmer mit 97% diesen Aspekt als oberste Priorität an. Weitere Informationen zu dieser Studie entnehmen Sie bitte dem folgenden Link: http://csr-kompetenzzentrum.de/csr-als-chance-fuer-unternehmen/

Zurück zu unseren Studierenden. Ein weiterer Fragenteil bestand darin, aus einer Auswahl an vorgegebenen Antwortpaaren sich für eine bevorzugte Antwort zu entscheiden. Gefragt wurde hier zum Bereich gewünschter Geschäftssitz, Reputation und Empfehlungen zum potenziellen Unternehmen. Hierbei kam heraus, dass sich 71 % der gesamten Befragten den Sitz ihres potenziellen Unternehmens in der Heimt und nicht im Ausland wünschen.

Die Größe und Höhe der Reputation des potenziellen Unternehmens ist besonders den Wirtschaftswissenschaftlern wichtig. Sie wünschen sich zu 70% bei einem bekannten (Groß-)Unternehmen mit hoher Reputation zu arbeiten, statt in einem kleinen bis mittleren Familienunternehmen. Dies ist bei den Naturwissenschaftlern nur zu 57 % der Fall. Größere Ähnlichkeit ist bei der Art der Empfehlung unter den Studierenden aufzuweisen. 78 % würden ein Unternehmen eher aufgrund einer persönlichen Empfehlung wählen, statt einer guten Bewertung auf online Portalen nachzukommen (22%).


(GRAFIK 4: Gehaltsvorstellungen der Wirtschafts-, bzw. Technik-/Naturwissenschaftler)

Zu guter Letzt konnte noch ein kleines, grundlegendes Delta unter den Studienbereich festgestellt werden. Zwar liegen die Gehaltsvorstellungen aller Studierender ähnlich, jedoch bleiben die Wirtschaftswissenschaftler ihren eben erkennbaren Prinzipien treu und platzieren sich tendenziell auf einem höheren Gehaltsniveau als es die Naturwissenschaftler tun.
Wir bedanken uns bei allen Studierenden, die an der Umfrage teilgenommen haben.

Bei Fragen zur Studie wenden Sie sich bitte an Frau Prof. Dr. Rieve-Nagel oder Frau Schrade.

 

 

CSR als Chance für Unternehmen

Umsatz und Gewinn erwirtschaften, dabei Gesetze und Vorschriften befolgen, vor allem aber eigene Mitarbeiter gut und sozial behandeln; das nennen Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region Bonn/Rhein-Sieg als oberste Prioritäten. Nachhaltiges Wirtschaften und Engagement fürs Gemeinwohl kommen erst danach. Das hat die „CSR-Regionalstudie 2017“ im Auftrag des CSR-Kompetenzzentrums Rheinland ergeben. Deren Träger, die Industrie- und Handelskammer (IHK) IHK Bonn/Rhein-Sieg und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, wollen kleine und mittelständische Unternehmen über die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (CSR – corporate social responsibility) informieren und sensibilisieren.

Jedes zweite mittelständische Unternehmen (56 Prozent) in der Region Bonn/Rhein-Sieg kennt den Begriff CSR. Für fast alle (98 Prozent) stehen aber Umsatz und Gewinn im Vordergrund, gefolgt von Fürsorge und Sozialangeboten für die eigenen Mitarbeiter (97 Prozent). Während Gesetze und Vorschriften von 95 Prozent der Befragten als sehr wichtig oder eher wichtig genannt werden, rangieren Ressourcen schonendes, umweltgerechtes Wirtschaften (84 Prozent) und Engagement für die Gesellschaft (60 Prozent), vor allem in Form von Spenden, deutlich dahinter. Das hat die aktuelle Studie von Professor Dr. Uwe Braehmer an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ergeben.

Während die begriffliche Bekanntheit von CSR bei den Unternehmen hoch ist, kannten das CSR-Kompetenzzentrum Rheinland nur gut ein Fünftel (22 Prozent) der befragten Unternehmer und Manager. Auch die Nutzung von CSR-Infoveranstaltungen, CSR-Workshops, CSR-Frühstücken, CSR-Freitagswerkstätten und CSR-Sprechstunden ist insgesamt bisher gering. Prof. Dr. Maike Rieve-Nagel (Hochschule) und Michael Pieck (IHK) vom CSR-Kompetenzzentrum Rheinland nehmen die Forschungsergebnisse als Ansporn: „Wir haben damit eine Situations- und Bedarfsanalyse und können unser CSR-Informations- und -Dialogangebot für Betriebe und Gewerbetreibende nun zielgerichteter ausbauen.“ So sagen denn auch 76 Prozent der Befragten, dass CSR bekannter gemacht werden müsse. Und nur noch wenige (knapp sieben Prozent) halten CSR für eine kurzfristige Mode, vielmehr sehen 72 Prozent darin Chancen für aufgeschlossene Unternehmen.

An der Online-Umfrage teilgenommen haben 108 zufällig ausgewählte Unternehmer, Manager und Fachkräfte der ca. 12.000 Firmen, die Mitglieder der IHK Bonn/Rhein-Sieg und im Handelsregister eingetragen sind. Unter der Leitung von Professor Dr. Uwe Braehmer haben Sebastian Alicke, Pascal Breuer, Tim Bunjes, Nadja Krenzien und Freya Wolff im Masterstudiengang „Technik- und Innovationskommunikation“ der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg die CSR-Regionalstudie im Sommer 2017 durchgeführt.

 

 

CSR ist eher Chefsache – das Ergebnis der ersten One-Click-Survey

Ende 2016 startete die erste Umfrage mit „nur einem Klick“ des CSR-Kompetenzzentrums.

60 Teilnehmer aus der Region stellten sich der Frage, wo in ihrem Unternehmen das Thema CSR angesiedelt sei.

Bei über der Hälfte der Befragten (55,3%) ist dies bisher Chefsache, gefolgt vom Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement (17%). Jeweils 10,6% ordnen dies in ihrem Unternehmen entweder dem Personalwesen oder dem Marketing zu.

 

Ergebnis des ersten One-Click-Survey;
© Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

 

 

Erste Ergebnisse der 1. CSR-Umfrage aus 2016

Mit dem Start des CSR-Kompetenzzentrums vor einem Jahr sammeln sich auch die ersten Ergebnisse der 1. CSR-Umfrage.

Erfahren Sie im Folgenden, was unter dem Begriff Corporate Social Responsibility verstanden wird und wie die Haltung der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung unter den Befragten in der Region Bonn/Rhein-Sieg ist.

Durchgeführt wurde die Umfrage von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, unter der Leitung von Prof. Dr. Maike Rieve-Nagel und Lisa Schrade.

 

© Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

 

 

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