Berlin. Zusätzliche Bürokratie für Unternehmen vermeiden – deshalb hat sich der DIHK in Gesprächen und Stellungnahmen für eine 1:1-Umsetzung der EU-Vorgaben zum CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz stark gemacht. Das ist weitgehend gelungen: So sieht das Gesetz keine verpflichtende inhaltliche Prüfung des Berichts durch den Wirtschaftsprüfer vor. Wird der Bericht aber geprüft, ist die Beurteilung allerdings ab dem Geschäftsjahr 2019 auch öffentlich zu machen. Außerdem haben Unternehmen die Möglichkeit, unter bestimmen Voraussetzungen nachteilige Informationen wegzulassen, um Betriebsinterna zu schützen. Zudem können sie die Erklärung auch als gesonderten Bericht außerhalb des Lageberichts erstellen.

Dieser muss dann spätestens vier Monate nach dem Abschlussstichtag veröffentlicht werden. Das neue „Gesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten“ verpflichtet insbesondere größere Unternehmen zu einer Beschreibung des Geschäftsmodells sowie zu Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Bekämpfung der Korruption und Bestechung.

Die Pflicht gilt insbesondere für große kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften sowie haftungsbeschränkte Personenhandelsgesellschaften mit mehr als 500 Arbeitnehmern. Auch große Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern sind erfasst. Betroffene Unternehmen müssen erstmals für das laufende Geschäftsjahr seit dem 1. Januar 2017 berichten.

Ansprechpartner: boehm.annika@dihk.de; upmeier.cornelia@dihk.de

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