Von BewerberInnen auf eine neue Arbeitsstelle erwartet man, dass diese sich von der besten Seite zeigen und den Nutzen für ein Unternehmen herausstellen. In Zeiten des Fachkräftemangels und geänderter Wertvorstellungen der Generation Y, müssen Personalverantwortliche jedoch ihre Perspektive ändern. Auch für Arbeitskräfte gilt mittlerweile: Der erste Eindruck eines Unternehmens zählt. Denn die Gehaltshöhe alleine reicht nicht mehr – im Wettbewerb um die besten Talente, müssen weitere Bedingungen erfüllt werden: Vertrauensvolle und wertebasierte Unternehmensführung sind keine Schlagworte mehr, sondern müssen überzeugend gelebt werden.

Die ImpulsgeberInnen Prof. Dr. Maike Rieve-Nagel, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und Eileen Küpper (M.Sc.), Leiterin für Interkulturelle Kommunikation und Diversity Management an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, erläuterten die neuesten Erkenntnisse zum Thema Arbeitgeberattraktivität und gaben einen Einblick, wie die Generation Y tickt. Georg Warlich von der Druckerei Warlich und Alexander Sommer vom Pflegeteam Wentland schilderten, wie die Betriebe versuchen, Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten. Gemeinsam mit Studierenden der Hochschule gab es einen lebhaften Austausch zu folgenden Fragestellungen: Wie erhöhe ich die Attraktivität als ArbeitgeberIn? Was muss man anbieten, um Fachkräfte dauerhaft an das Unternehmen zu binden und neue Mitarbeitende zu gewinnen? Welchen Mehrwert kann ein Unternehmen damit erzielen?

Das Fazit für die meisten zukünftigen ArbeitnehmerInnen war deutlich: „Glück schlägt Geld“. Zwar muss es eine bestimmte Gehaltshöhe geben, um den Lebensunterhalt zu sichern; aber darüber hinaus geben eindeutig Faktoren wie eine wertebasierte Unternehmensführung, Beteiligung und vertrauensvolle Kommunikation den Ausschlag für die Wahl eines Arbeitgebers.