Arbeitgeber müssen angesichts des zunehmenden Fach- und Führungskräftemangels stärker als je zuvor um qualifizierte Arbeitnehmer werben. Darauf weist eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. hin. „Immer mehr Unternehmen setzen auf Employer Branding, um junge Talente anzuziehen“, erklärt Lucia Falkenberg, HR-Managerin und Leiterin der Kompetenzgruppe New Work im eco Verband.

Dabei spielt Corporate Social Responsibility (CSR) laut eco eine immer wichtigere Rolle. Die Unternehmen sollten abteilungsübergreifende CSR-Strategien entwickeln und umsetzen, die innen und außen wirken, empfiehlt der Verband. Das Personalmanagement – gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung – sollte in diesen Prozess intensiver eingebunden werden. Mit CSR-Kampagnen werden Unternehmen attraktiv für neue Talente, die nur kommen, wenn sie sich mit dem Unternehmen identifizieren können.

„New Work“ ist mehr als gutes Geld

Lucia Falkenberg erläutert: „Hochqualifizierte Arbeitnehmer, gerade der Generation Y, erwarten im Zeitalter von New Work mehr vom Job als nur ein gutes Gehalt. Sie schauen sehr genau hin, wie und in welchem Maße sich Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter engagieren, aber auch, wie ernst sie ihre gesellschaftliche Verantwortung nehmen. Eine glaubhafte Corporate Social Responsibility spielt daher eine wesentliche Rolle für das Employer Branding.“

Dazu gehören die Berücksichtigung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Aufstiegschancen unabhängig von Geschlecht oder Herkunft, gute Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die Chance, sich im Namen des Unternehmens für die Gesellschaft zu engagieren, Corporate Volunteering. „Eine verantwortungsvolle Personalpolitik hat heutzutage viele Möglichkeiten, den Beschäftigten die Wertschätzung zu zeigen, die ihnen ihr Arbeitgeber entgegenbringt“, sagt Lucia Falkenberg.

Paradigmenwechsel zu werteorientierter Arbeitswelt

Lucia Falkenberg sagt: „Wir beobachten einen Paradigmenwechsel in Zeiten von Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Industrie 4.0. Der Trend geht zu einer werteorientierten Arbeitswelt. Das ist, angesichts der zunehmenden Automatisierung, Digitalisierung und Globalisierung, auch dringend geboten. Die Menschen verlangt es zusehends nach sinnvoller Arbeit, die auch einen Beitrag für unsere Gesellschaft darstellt.“

Der eco Verband befasst sich in der Kompetenzgruppe New Work mit den Ursachen und Auswirkungen der Digitalisierung auf die Unternehmenskultur, die Arbeits- und Organisationsstrukturen sowie die Personalentwicklung.