Eine Herausforderung für Kommunen ist die Erschließung und Nutzung von Gewerbeflächen. Gerade in Ballungszentren werden potenzielle Flächen immer knapper. In der Knappheit liegt aber auch eine Chance. Denn es könnte ein Anstoß für die Wirtschaftsförderung sein, den Blickwinkel zu erweitern und nachhaltige Aspekte in die Gewerbeförderung zu integrieren. Nachhaltigkeit ist angesichts vielfältiger ökologischer und sozialer Herausforderungen demnach keine Option für die Wirtschaft, sondern vielmehr eine Notwendigkeit, um zukunftsfähig zu bleiben. So gibt es mittlerweile Kommunen, die Flächen umweltfreundlich und gemeinwohlorientiert gestalten und dabei wirtschaftlich erfolgreich sind.

Doch was heißt der Begriff „nachhaltig“ in der Wirtschaftsförderung, wie lässt sich Nachhaltigkeit – mit allen Betroffenen – steuern und welche Möglichkeiten bieten sich für die Wirtschaftsförderung? Diese Fragen wollen wir gemeinsam mit verschiedenen Akteuren aus der Wirtschaft, Kammern, Verbänden, Politik und der Finanz- und Immobilienwirtschaft diskutieren.

Zu diesen Themen fand am 7. Mai 2019 im Volksbankhaus der Volksbank Köln Bonn eG das 3. Dialogforum der IHK Bonn/Rhein-Sieg statt.

 

 

Hauptredner der Veranstaltung war Prof. Dr. Christian Kammlott. Prof. Kammlot befasst sich seit mehreren Jahren mit der Frage, wie der Beitrag von Unternehmen zur regionalen Wertschöpfung berechnet werden kann und verbindet dabei Forschung und Praxis.

In der anschließenden Podiumsdiskussion erläuterten Dr. Ulrich Ziegenhagen, Wirtschaftsförderung Bonn, Joachim Strauß, Wirtschaftsförderung Bornheim, und Dirk Schwindenhammer, Wirtschaftsförderung Meckenheim, ihre Strategien bei der Vermarktung von Gewerbeflächen.

 

In moderierten Workshops wurden die Themen aus drei verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

  • Politik und Verwaltung: Konzepte zur nachhaltigen Wirtschaftsförderung und Umsetzungsmöglichkeiten
  • Finanzwirtschaft: Kriterien der Vergabe von Gewerbekrediten und Ausrichtung von Immobilienfonds; welche Anreize können Kreditinstitute setzen, um nachhaltige Konzepte der Wirtschaftsförderung zu unterstützen?
  • Immobilienwirtschaft: nachhaltiges Bauen; welche Möglichkeiten bestehen, Nachhaltigkeitskriterien (die durch die Wirtschaftsförderung vorgegeben werden) umzusetzen?

Durch die Veranstaltung führten Anne Berg, Beraterin Gemeinwohlökonomie, Gisela Hein, CSR-Expertin und Michael Pieck, Pressesprecher der IHK Bonn Rhein-Sieg.